Music, Musings, and the Space Between the Notes

Gwendolyn masin blog by Reka Kolonics Gwendolyn Masin

| #Writing, #Welcome to My Sand Pit

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Hello friends! It's wonderful to be here with you. I believe that, if you're going to do something, do it 100%. When it comes to arts, to culture, and in particular, to classical music, I believe in total immersion. It is through music and art that we understand the world around us, our society, each other and ourselves. I want to show you as much of it as I can. This blog is for anyone who wants to peer into my insatiable hunger to create, to make music, to build and produce programmes, to dive into collaborations, and to find the meaning and poetry in between the notes.

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| #Connectedness, #Music

Bringing the Wealth Home

Growing up in Ireland in the 80’s and 90’s was an experience that greatly shaped me as a human being and as a musician. The sense of community, kindness, humour and respectful way about people was deeply impressed upon me. I wanted to be a part of it, I wanted to jump on every opportunity to be involved. Arriving to the island as a young child, I was welcomed by inquisitive classmates who showed me the lay of the land. Having had low numbers of immigrants in recent times in comparison to other countries, the arrival of newcomers from across the world as of the late 90’s felt exciting, fresh and like Ireland had not only been discovered, but had discovered itself.

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| #Connectedness, #Music

Back to the roots: Musikalischer Reichtum kommt zurück auf die grüne Insel

Meine Kindheit und Jugend im Irland der 1980er und 1990er Jahre hat mich als Mensch und Musikerin tief geprägt. Der Gemeinschaftssinn, die Freundlichkeit, der Humor und der respektvolle Umgang, die ich dort erlebte, haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ich wollte dazugehören und nutzte dafür jede Gelegenheit. Als ich als kleines Mädchen in Irland ankam, nahmen mich meine neugierigen Klassenkameraden in Empfang und brachten mir alles über das Land bei. Angesichts einer vergleichsweise eher geringen Anzahl von Einwanderinnen und Einwandern fühlte sich die Ankunft von Neuankömmlingen aus aller Welt Ende der 90er Jahre sehr aufregend an, so als ob Irland nicht nur entdeckt worden wäre, sondern sich selbst entdeckt hätte. Aber das Leben auf der grünen Insel hatte auch seine Schattenseiten und naturgegebenen Begrenzungen. Alle bedeutenden Geigerinnen und Geiger dieser Jahrzehnte und der Folgezeit verliessen Irland für ihr Studium. Auch wenn diese Entscheidung für manch ambitionierten Musiker und manche begabte Musikerin ein natürlicher Schritt ist: In anderen Ländern Europas gehört er nicht zwangsläufig zur künstlerischen Entwicklung. In Deutschland, Österreich, Grossbritannien, den Niederlanden – um nur einige zu nennen – gibt es so viele gute Lehrerinnen und Lehrer für Streichinstrumente, dass Studierende überall in den Städten jemanden mit Renommee finden. Iren kommt das Studium im Ausland teuer zu stehen. Das gilt nicht nur für die Familien junger Musikerinnen und Musiker, sondern auch für den Fortbestand der Streichmusik: Das Ökosystem der klassischen Musik erleidet Verluste, während andere Teile der Welt weitere grossartige Talente aus Irland für sich gewinnen.

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| #Live, #Recordings, #Music

Discovering Neglected Works by Kaprálová, Castelnuovo-Tedesco and Saminsky

In this podcast, join The Strad Magazine's Davina Shum and I as we discover neglected works by Vítězslava Kaprálová, Mario Castelnuovo-Tedesco, Lazare Saminsky, Irène Régina Wieniawski and Lili Boulanger. The pieces share similarities: they are all an ideal fit for the encore repertoire, consist of sparkling melodies and form a symbiosis with the piano part.

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| #Writing, #Recordings, #Music

Legends (4-minute read)

One of the most effective, distinctive, flamboyant, self-assured and, admittedly, short virtuoso pieces in the violin repertoire remains mostly unknown. The piece creates as glamourous an atmosphere as the composer might have been charming, and when played in recital amongst giants of the bravura repertory, maintains its integrity, walking coolly amongst the throng. Had the piece effectively been the woman it appears to describe, she would have had the allures of a diamond-clad diva. The work is entitled “Tango” – although it is more like a pastiche of all kinds of passionate dances. The very first leap to a C high up on the G string in this Tango challenged me for weeks. It rivals the trickiness of that first ascending scale in Sarasate’s “Zigeunerweisen” and it fools the player with the seeming innocence of the F sharp to B jeté in the opening bars of Kreisler’s “Caprice Viennois”. “I wonder if, like Sarasate or Kreisler, this composer was a violinist?” I mumbled to myself as I reached for that C, swinging my left arm around the rib of the violin over and over again. This is not the kind of piece you begin a recital with. You need to have warm muscles to even attempt it with the nonchalance that it demands. Within the first thirty seconds, octaves on various strings in close succession, expressive melody lines, rapid, ascending scales, a bar squeezed to bursting with sixths and ricochet figures are all on show, revealing this work as equal parts brilliant and exacting. Like so many extraordinary encore pieces, it takes hours of practice to hone, but is over in three minutes when performed. And yet, despite being outstanding, it remains: a piece for violin and piano that few have heard of, the composer a mononym mystery. The work is by Poldowski. Poldowski?

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| #Writing, #Recordings, #Music

Legends (Lesezeit: 4 Minuten)

Eines der am beeindruckendsten, markantesten, extravagantesten, selbstbewusstesten – und zugegebenermassen auch kürzesten – Virtuosenstücke des Repertoires für Geiger:innen ist nach wie vor weitgehend unbekannt. Das Werk erzeugt eine Atmosphäre, die an Glamour und Charme dem seiner Komponistin in nichts nachsteht, und wenn es bei einem Konzert inmitten anspruchsvoller Bravourstücke vorgetragen wird, behauptet es gelassen seine Position. Wäre das Stück tatsächlich die Frau, die es scheinbar beschreibt – man sähe sie als mit Diamanten geschmückte Diva vor sich. Es trägt den Titel «Tango», reiht jedoch eher alle Arten leidenschaftlicher Tänze aneinander. Der allererste Sprung des Tangos zu einem C hoch oben auf der G-Saite beschäftigte mich wochenlang. Er steht der Tücke der ersten aufsteigenden Tonleiter in Sarasates «Zigeunerweisen» in nichts nach und täuscht dem Spieler dieselbe Unschuld vor wie das Jeté von Fis nach B in den ersten Takten von Kreislers «Caprice Viennois». «Ob die Komponistin wohl Geigerin war, so wie Sarasate oder Kreisler?“, murmelte ich vor mich hin, während ich nach dem C griff und meinen linken Arm immer wieder aufs Neue um den Körper der Geige schlang. «Tango» eignet sich nicht als erstes Stück eines Konzerts. Damit man es überhaupt mit der nötigen Nonchalance spielen kann, müssen die Muskeln bereits aufgewärmt sein. Gleich in den ersten dreissig Sekunden fordern dicht nacheinander gespielte Oktaven auf verschiedenen Saiten, ausdrucksstarke Melodien, schnelle aufsteigende Tonleitern und ein zum Bersten mit Sechsteln und Ricochet-Motiven gefüllter Takt den Geiger oder die Geigerin. Und von Anfang an ist klar: „Tango“ ist ebenso brillant wie anspruchsvoll. Wie so viele aussergewöhnliche Stücke für die Zugabe erfordert es stundenlanges Üben, ist aber schon nach drei Minuten vorbei. Doch trotz seiner Aussergewöhnlichkeit ist es nach wie vor ein Stück für Violine und Klavier, von dem nur wenige gehört haben. Wir verdanken «Tango» einem mysteriösen Komponisten mit nur einem Namen: Poldowski. Poldowski?

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| #Writing, #Connectedness, #Music

Berne baby, Berne (blog article, 2-minute read)

At this time of year, in 1996, I arrived to Berne. Perhaps the constellations bore similarity to their present alignment. I had a violin case on my back, a small suitcase in one hand, and a certain sense of excitement intermingled with apprehension as I stepped off the train that had brought me from Zurich airport. Walking out onto the main station square, I heard a lilting, song-like language around me. Bärndütsch. It would take me quite some time to understand the language, and the culture that came along with it. In the high German I had learned at school, I turned to a stranger and asked for directions to Berne’s “Konsi” - I was to meet my teacher Igor Ozim there for the start of semester. My first semester as a third-level student, my first time away from home, alone, for more than just some days.

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| #Writing, #Connectedness, #Music

Bern Baby, Bern (Blogartikel, Lesezeit: 2 Minuten)

Um diese Zeit im Jahr 1996 kam ich in Bern an. Vielleicht hatten die Konstellationen Ähnlichkeit mit ihrer heutigen Ausrichtung. Einen Geigenkasten auf dem Rücken, einen kleinen Koffer in der Hand, begeistert und beklommen zugleich, stieg ich aus dem Zug, der mich vom Flughafen Zürich nach Bern gebracht hatte. Auf dem Weg hinaus zum Bahnhofsplatz vernahm ich um mich herum eine beschwingte, scheinbar singende Sprache: Bärndütsch. Es sollte eine ganze Weile dauern, bis ich diesen Schweizer Dialekt und die dazugehörige Kultur verstand. In meinem in der Schule gelernten scheuen Deutsch erfragte ich mir den Weg zum Berner Konsi. Dort sollte ich zum Semesterbeginn meinen Lehrer Igor Ozim treffen. Es war mein erstes Studiensemester und auch das erste Mal, dass ich länger als ein paar Tage von zu Hause weg sein sollte. Ich sollte in Igor Ozims Meisterklasse studieren. Ein Studium bei ihm wurde mir durch ein Bundes-Exzellenz-Stipendium der Schweizerischen Eidgenossenschaft ermöglicht.

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| #Writing, #Music

Dot Your I’s – To Gender or Not to Gender, Is That a Question? (3-minute read)

Recently, as my team and I completed copy on different projects, I asked a young woman I work with to proofread some of the text. Although much of what I write starts its life in English, it gets translated into other languages, such as German. German makes use of the grammatical gender system where nouns are gendered. This is because, historically, a lot of nouns denoted males only. In asking the young woman for support in the matter, I wanted to make sure the language we use is inclusive. The German language, and by extension, culture, has been subject to reexamination for over six decades. Feminists in the 1960s, in a bid to make women more visible, began using a slash to show that both men and women could be, for example, a teacher — Lehrer became “Lehrer/innen”. This first gender variant was met with resistance, even among feminists. They criticised the subordination of women to one another. “Women”, they felt, should be more than an appendix.

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